Kink Talk – Was bedeutet Vetting?
Vetting
Vetting heißt, Referenzen, Ruf und Glaubwürdigkeit eines neuen Partners zu prüfen, bevor ihr spielt, damit du weißt, wem du deinen Körper und deine Grenzen anvertraust.
Was bedeutet Vetting?
Vetting kommt vom englischen Verb „to vet“, kurz für veterinarian, also Tierarzt. Ursprünglich hieß das, ein Rennpferd vor dem Rennen vom Tierarzt durchchecken zu lassen. In der Kink-Szene bedeutet Vetting, Referenzen und Ruf eines neuen Partners zu prüfen, bevor ihr spielt. Besonders wichtig ist das vor allem Riskanten, etwa Bondage, Impact Play oder dem ersten Treffen zu zweit. Gutes Vetting ist kein Verhör. Es heißt einfach, jemanden gut genug kennenzulernen, um ihm zu vertrauen.
Wie prüfst du einen neuen Spielpartner?
Frag Leute, die schon mit der Person gespielt haben, und trefft euch zuerst auf einem Munch oder einem anderen öffentlichen Event. Ein Videocall vorab zeigt, ob die Person die ist, die sie vorgibt zu sein. Achte dann darauf, ob alles zusammenpasst. Sind Geschichten, Grenzen und Erfahrung über mehrere Gespräche gleich und decken sie sich mit dem, was andere erzählen? Wer bei vernünftigen Fragen genervt reagiert, gibt dir damit auch eine Antwort. Fürs erste private Treffen richtest du einen Safe Call ein.
Gilt Vetting in beide Richtungen?
Ja. Vetting gilt immer in beide Richtungen, und ein guter Partner rechnet damit, dass du ihn genauso prüfst wie er dich. Doms prüfen Subs, Subs prüfen Doms, und alle schauen sich Clubs und Veranstalter genau an. Wer offen über eigene Erfahrung, Grenzen und Referenzen spricht, schafft schnell Vertrauen. Wer gar nichts prüfen lassen will, zeigt dir eine Red Flag.