Kink Talk – Was bedeutet Lecktuch?
Lecktuch
Ein Lecktuch ist ein dünnes Tuch aus Latex oder Polyurethan, das beim Oralsex über Vulva oder Anus gelegt wird und so das Risiko von STIs senkt.
Was bedeutet Lecktuch?
Lecktuch setzt sich aus „lecken“ und „Tuch“ zusammen und sagt ziemlich direkt, wofür es da ist. Der englische Name Dental Dam stammt von den dünnen Gummitüchern, mit denen Zahnärzte einen Zahn bei der Behandlung trocken halten. Das Lecktuch schützt beim Oralsex an Vulva oder Anus vor STIs. Du hältst es flach über die Stelle, so berührt der Mund weder Haut noch Körperflüssigkeiten direkt. Etwas Gleitgel auf der Körperseite fühlt sich besser an und hilft, dass nichts verrutscht.
Wie machst du ein Lecktuch aus einem Kondom?
Nimm ein Kondom ohne Gleitmittel oder mit Geschmack, schneide Spitze und Ring am Ende ab und schneide es dann der Länge nach auf. Aufgeklappt hast du ein flaches Rechteck, das genauso funktioniert wie ein gekauftes Lecktuch. Nimm jedes Mal ein neues, lass immer dieselbe Seite zum Körper zeigen und dreh es nicht um. Bei Latexallergie klappt das genauso mit einem latexfreien Kondom.
Wovor schützt ein Lecktuch?
Ein Lecktuch senkt das Risiko für Infektionen, die beim Oralsex über Mund, Körperflüssigkeiten und Hautkontakt übertragen werden, etwa Herpes, HPV, Syphilis, Gonorrhö und Chlamydien. Es schützt nur die Fläche, die es abdeckt, Haut daneben bleibt ungeschützt. Deshalb senkt es das Risiko, schließt es aber nicht aus. Zusammen mit regelmäßigen STI-Tests ist es ein einfacher Weg, Rimming und Oralsex an der Vulva sicherer zu machen.