Beziehungsformen – Was bedeutet Platonisches Co-Parenting?
Platonisches Co-Parenting
Platonisches Co-Parenting heißt, dass zwei oder mehr Erwachsene sich bewusst entscheiden, gemeinsam ein Kind zu bekommen und großzuziehen, ohne eine romantische oder sexuelle Beziehung miteinander zu führen.
Was bedeutet platonisches Co-Parenting?
Platonisch heißt nicht romantisch, das Wort geht auf den griechischen Philosophen Platon zurück, und Co-Parenting bedeutet geteilte Elternschaft. Platonisches Co-Parenting heißt, dass zwei oder mehr Erwachsene sich bewusst entscheiden, gemeinsam ein Kind zu bekommen und großzuziehen, ohne ein Paar zu sein. Anders als Co-Parenting nach einer Trennung ist das Modell von Anfang an geplant. Es spricht Singles, queere Menschen und Freunde an, die eine Familie ohne Liebespartner gründen wollen.
Wie startet man platonisches Co-Parenting?
Lernt euch in Ruhe kennen, ähnlich wie beim Dating, nur mit ganz anderen Fragen: Werte, Erziehungsstil, Geld, Wohnort, Religion und was passiert, wenn jemand umzieht oder sich verliebt. Viele halten ihre Pläne in einer schriftlichen Vereinbarung fest. Lasst euch früh rechtlich beraten, denn das Abstammungsrecht ist streng. In Deutschland kann ein Kind derzeit nur zwei rechtliche Eltern haben, ein unverheirateter Vater muss die Vaterschaft anerkennen, und für das gemeinsame Sorgerecht braucht es eine Sorgeerklärung. Bei einer Heiminsemination lasst euch vorher auf STIs testen.
Ist platonisches Co-Parenting gut für das Kind?
Kinder brauchen vor allem stabile, liebevolle Bezugspersonen, nicht eine bestimmte Familienform. Wichtig ist, dass die Erwachsenen gut zusammenarbeiten, offen reden und verlässlich bleiben. Ein großer Vorteil: Es gibt keine Liebestrennung, die die Familie sprengen kann. Kinder profitieren außerdem, wenn die Eltern ihnen altersgerecht erklären, wie ihre Familie entstanden ist.