Kinks & Fetische – Was bedeutet Reizentzug?
Reizentzug
Reizentzug bedeutet, einen oder mehrere Sinne auszuschalten, mit Augenbinde, Ohrstöpseln, Haube oder Fesseln, damit die übrigen Sinne schärfer werden und jede Berührung stärker wirkt.
Was bedeutet Reizentzug?
Reizentzug setzt sich aus „Reiz“ und „Entzug“ zusammen und stammt aus der Psychologie, wo es das Abschneiden von Sinneseindrücken beschreibt. Im Kink-Kontext heißt es, einen oder mehrere Sinne zu nehmen, mit Augenbinde, Ohrstöpseln oder Fesseln, um die übrigen zu schärfen. Die einfachste Form ist eine Augenbinde. Ohne Sicht kannst du die nächste Berührung nicht vorhersehen, also wirken eine Feder, ein Eiswürfel oder ein Flüstern plötzlich riesig. In der Szene sagt man oft auch Sensory Deprivation.
Ist Reizentzug sicher?
Mit Augenbinde und Ohrstöpseln ist das Risiko gering, solange du aufmerksam bleibst. Lass eine Person mit Augenbinde oder in Fesseln nie allein und halte Nase und Mund komplett frei. Weil dein Partner dich vielleicht weder sieht noch hört, vereinbart vorher ein nonverbales Safe-Signal, etwa einen Ball fallen lassen oder dreimal tippen. Hauben und komplettes Einschließen bergen Atemrisiken, also spart sie euch für später auf und informiert euch gut. Nimm danach alles langsam ab, weil Licht und Geräusche überwältigend sein können.
Wie fängt man mit Reizentzug an?
Fang mit einer Augenbinde und fünf Minuten langsamer, abwechslungsreicher Berührung an. Wechsle Texturen und Temperaturen, setz deine Stimme sparsam ein und lass kleine Pausen, damit die Vorfreude wächst. Fühlt sich das gut an, kommen Ohrstöpsel oder Kopfhörer mit Musik dazu. Sprecht danach darüber, was aufregend war und was sich zu einsam angefühlt hat.