Kinks & Fetische – Was bedeutet Objektifizierung?
Objektifizierung
Objektifizierung im Kink bedeutet, deinen Partner einvernehmlich wie ein Objekt zu behandeln, etwa als Möbel, Puppe oder Spielzeug, ein Spiel mit Macht, Stillhalten und Benutztwerden innerhalb vereinbarter Grenzen.
Was bedeutet Objektifizierung?
Objektifizierung kommt von „Objekt“ und meint ursprünglich, Menschen wie Dinge zu behandeln, ein Begriff aus Philosophie und feministischer Kritik. Im Kink bezeichnet er eine abgesprochene Szene, in der eine Person für die andere zum Objekt wird, freiwillig und mit klaren Grenzen. Das kann heißen, als Fußbank oder Tisch zu dienen, als lebende Statue zu posieren oder als Puppe angezogen und arrangiert zu werden. Für das Objekt liegt der Reiz darin, Denken und Entscheiden abzugeben, für die andere Seite in völliger Kontrolle.
Ist Objektifizierung nicht sexistisch?
Alltägliche Objektifizierung, etwa wenn Medien Menschen auf ihren Körper reduzieren oder jemand ohne Zustimmung wie eine Sache behandelt wird, ist schädlich. Kink-Objektifizierung ist etwas anderes, weil sie gewählt, abgesprochen und jederzeit beendet werden kann. Die Szene endet, wenn das Spiel endet, und außerhalb davon begegnet ihr euch auf Augenhöhe. Genau dieser Rahmen trennt einvernehmliches Spiel von Respektlosigkeit.
Wie spielt man Objektifizierung sicher?
Klärt, welches Objekt, wie lange und was erlaubt ist, und vereinbart ein Safeword oder, weil Objekte oft schweigen, ein nonverbales Zeichen wie Klopfen oder einen Ball fallen lassen. Als Möbelstück eine Pose zu halten belastet die Gelenke schnell, haltet die Sessions also kurz und fragt regelmäßig nach. Nehmt euch danach Zeit für Aftercare, redet, berührt euch und sprecht die Person mit ihrem Namen an, denn nach einer tiefen Szene kann es ein großer Schritt sein, wieder Mensch zu sein.