BDSM-Rollen – Was bedeutet Doll?
Doll
Doll nennt man im BDSM einen Sub, der es genießt, von einem dominanten Partner wie eine Puppe angezogen, gestylt, in Pose gebracht und vorgeführt zu werden, oft reglos, stumm und hübsch auf Kommando.
Was bedeutet Doll?
Doll ist das englische Wort für Puppe, also etwas Hübsches, das jemand anderes anzieht, hinsetzt und arrangiert. Im Kink ist ein Doll ein Sub, der genau das genießt: Aussehen und Haltung des eigenen Körpers liegen in der Hand des dominanten Partners. Manche Dolls lieben den perfekten Glamour-Look mit Make-up, Perücke oder Latex, andere vor allem die Reglosigkeit und das Gefühl, als Objekt bewundert zu werden. Doll sein kann jeder, egal welches Geschlecht, und der Gegenpart ist oft ein Owner.
Was ist der Unterschied zwischen Doll und Doll Play?
Doll ist die Rolle, Doll Play die Aktivität. Manche verstehen sich in ihrer Dynamik dauerhaft als Doll, andere genießen einfach ab und zu eine Doll-Play-Szene. Beim Doll Play geht es oft tief in die Objektifizierung, mit völliger Passivität wie bei einer Schaufensterpuppe. Als Doll kann es auch leichter zugehen: Für viele reicht es, angezogen, hingesetzt und vorgezeigt zu werden.
Wie spielt man sicher mit einem Doll?
Klärt vorher, was verändert werden darf und was tabu ist. Weil Dolls oft stumm und reglos bleiben, braucht ihr unbedingt ein nonverbales Safe-Signal, etwa einen Gegenstand fallen lassen oder zweimal tippen. Eine Pose zu halten, belastet Gelenke und Durchblutung schneller, als man denkt. Wechsle also alle paar Minuten die Haltung und achte auf Taubheit, kalte Hände oder Zittern. Danach holt Aftercare den Menschen zurück, mit Reden und Lob für die Person, nicht nur für das Doll.