Orientierungen & Identitäten – Was bedeutet homophobie & transphobie?
Homophobie & Transphobie
Homophobie und Transphobie sind Feindseligkeit, Vorurteile und Diskriminierung gegenüber schwulen, lesbischen, bi und queeren Menschen oder gegenüber trans Menschen, von Beleidigungen und Witzen bis zu Ausgrenzung und Gewalt.
Was bedeuten Homophobie und Transphobie?
Homophobie verbindet „homo“, kurz für homosexuell, mit dem griechischen „phobos“, Furcht. Bekannt wurde das Wort Anfang der 1970er durch den US-Psychologen George Weinberg, Transphobie entstand später nach demselben Muster. Beide beschreiben Feindseligkeit, Vorurteile und Diskriminierung gegenüber queeren Menschen allgemein oder trans Menschen im Besonderen. Trotz des Namens geht es selten um Angst, deshalb sprechen viele lieber von Queerfeindlichkeit, Homofeindlichkeit oder Transfeindlichkeit. Sie zeigt sich offen als Beleidigung oder Angriff und leise als Witz, Ausgrenzung oder Benachteiligung im Job, beim Arzt oder bei der Wohnungssuche.
Ist Homophobie strafbar?
Vorurteile zu haben nicht, danach zu handeln oft schon. Beleidigungen, Drohungen, Nachstellung und Gewalt sind in Deutschland strafbar, egal gegen wen. Ist eine Tat von Hass auf die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität getrieben, können Gerichte sie härter bestrafen. Auch Diskriminierung im Job oder bei der Wohnungssuche ist verboten und kann zu Schadensersatz führen.
Was kannst du tun, wenn du Homophobie oder Transphobie erlebst?
Deine Sicherheit geht vor. Verlass gefährliche Situationen und hol dir Hilfe von Menschen in der Nähe oder von der Polizei. Schreib auf, was passiert ist, mit Datum, Ort und Zeugen, und sichere Screenshots von Hass im Netz. Queere Beratungsstellen und Antidiskriminierungsstellen unterstützen dich, auch wenn du unsicher bist, ob du Anzeige erstatten willst. Beobachtest du so etwas, kümmere dich um die betroffene Person und frag, was sie braucht.