Kink Talk – Was sind die häufigsten sexuellen Probleme?
Häufige sexuelle Probleme
Zu den häufigsten sexuellen Problemen gehören erektile Dysfunktion, vorzeitiger Samenerguss, verzögerte Ejakulation, Schwierigkeiten beim Orgasmus, Lustlosigkeit oder unterschiedliche Libido, Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Sex. Sie sind sehr verbreitet, kein Grund zur Scham und oft gut behandelbar.
Was zählt als sexuelles Problem?
Alles, was dir den Sex, den du dir wünschst, immer wieder schwer macht und dich oder deinen Partner belastet. Eine schlechte Nacht zählt nicht. Erektion, Orgasmus und Lust schwanken mit Stress, Schlaf, Alkohol, Medikamenten und Stimmung. Meist spielen Körper, Kopf und Beziehung zusammen, deshalb gibt es selten nur die eine Lösung.
Wann solltest du zum Arzt gehen?
Geh zur Ärztin oder zum Arzt, wenn ein Problem mehrere Wochen anhält, Sex wehtut oder sich etwas plötzlich verändert. Erektionsprobleme können ein frühes Zeichen für Herzkrankheiten oder Diabetes sein, und Schmerzen haben oft behandelbare Ursachen. Gynäkologie, Urologie und Sexualtherapie helfen genau dabei, ohne zu urteilen.
Was sind die häufigsten sexuellen Probleme?
16Anorgasmie
Anorgasmie ist der medizinische Begriff dafür, dass ein Orgasmus trotz ausreichender Erregung und Stimulation dauerhaft schwer oder gar nicht erreicht wird, vor allem wenn dich das belastet.
Dyspareunie
Dyspareunie ist der medizinische Begriff für wiederkehrende Schmerzen im Genital- oder Beckenbereich beim oder nach dem Sex, die Menschen jedes Geschlechts betreffen können und meist eine behandelbare Ursache haben.
Erektile Dysfunktion
Erektile Dysfunktion, kurz ED, bedeutet, regelmäßig Probleme zu haben, eine Erektion zu bekommen oder zu halten, die für den gewünschten Sex reicht, mit körperlichen, psychischen oder gemischten Ursachen.
Hypersexualität
Hypersexualität beschreibt sexuelle Impulse, Fantasien oder Verhaltensweisen, die sich unkontrollierbar anfühlen, viel Zeit einnehmen und weitergehen, obwohl sie echtes Leid oder Schaden im Leben verursachen.
Lustlosigkeit
Lustlosigkeit bedeutet, wenig oder gar keine Lust auf Sex zu haben, für eine Phase oder dauerhaft, und sie wird erst dann zum Problem, wenn sie dich belastet oder die Beziehung strapaziert.
Peyronie-Krankheit
Die Peyronie-Krankheit ist eine Erkrankung, bei der sich im Penis Narbengewebe bildet, sodass er sich bei der Erektion krümmt, verkürzt oder schmerzt, was Sex erschweren kann.
Post-Sex-Blues
Der Post-Sex-Blues beschreibt Traurigkeit, Weinen, Unruhe oder Gereiztheit direkt nach dem Sex, auch nach einvernehmlichem und schönem Sex, in der Forschung postkoitale Dysphorie genannt.
Scheidentrockenheit
Scheidentrockenheit ist ein Mangel an natürlicher Feuchtigkeit in der Vagina, der Sex unangenehm oder schmerzhaft machen kann, verursacht etwa durch wenig Erregung, Hormonschwankungen, Medikamente, Stress oder Reizungen.
Sexuelle Langeweile
Sexuelle Langeweile ist das Gefühl, dass Sex vorhersehbar, eintönig oder öde geworden ist, meist in einer langen Beziehung, und führt oft zu weniger Lust und weniger Sex.
Spectatoring
Spectatoring bedeutet, beim Sex gedanklich aus dir herauszutreten und zu beobachten und zu bewerten, wie du aussiehst oder funktionierst, statt bei dem zu bleiben, was du spürst.
Unterschiedliche Libido
Unterschiedliche Libido heißt, dass Partner unterschiedlich oft oder auf unterschiedliche Weise Sex wollen, eine sehr häufige Situation in langen Beziehungen und kein Zeichen, dass etwas kaputt ist.
Vaginismus
Vaginismus ist ein unwillkürliches Anspannen der Muskeln rund um den Scheideneingang, das Penetration mit Penis, Fingern, Toys oder Tampons schmerzhaft oder unmöglich macht.
Versagensangst
Versagensangst beim Sex ist die Sorge, im Bett nicht gut genug zu sein, wegen Erektion, Orgasmus, Aussehen oder Ausdauer, die dich aus dem Moment reißt und die Lust blockiert.
Verzögerte Ejakulation
Verzögerte Ejakulation heißt, dass ein Mensch mit Penis regelmäßig sehr lange braucht, um zu ejakulieren, oder gar nicht kommt, obwohl Erregung, Stimulation und Wunsch da sind.
Vorzeitiger Samenerguss
Ein vorzeitiger Samenerguss bedeutet, früher zu ejakulieren, als du oder dein Partner es euch wünscht, oft schon ein bis zwei Minuten nach dem Eindringen, sodass es regelmäßig frustriert oder belastet.
Vulvodynie
Vulvodynie bezeichnet anhaltende Schmerzen, Brennen oder ein Wundgefühl an der Vulva über mindestens 3 Monate, ohne klar erkennbare Ursache wie eine Infektion oder Hauterkrankung.