Kink Talk – Was bedeutet Dyspareunie?
Dyspareunie
Dyspareunie ist der medizinische Begriff für wiederkehrende Schmerzen im Genital- oder Beckenbereich beim oder nach dem Sex, die Menschen jedes Geschlechts betreffen können und meist eine behandelbare Ursache haben.
Was bedeutet Dyspareunie?
Dyspareunie kommt aus dem Griechischen und heißt ungefähr „schlecht gepaart im Bett“. Gemeint sind wiederkehrende Schmerzen im Genital- oder Beckenbereich beim oder nach dem Sex, am Eingang, tief innen oder hinterher. Das ist häufig, vor allem bei Menschen mit Vulva, kann aber auch Menschen mit Penis treffen. Schmerzen beim Sex musst du nicht aushalten. Sie sind ein Signal, das du ernst nehmen solltest.
Was verursacht Schmerzen beim Sex?
Oft mehreres zugleich. Häufige Ursachen sind zu wenig Erregung oder Gleitgel, Scheidentrockenheit durch Hormone oder die Wechseljahre, Infektionen, Vaginismus, Vulvodynie, Endometriose oder Narben nach einer Geburt. Bei Menschen mit Penis können eine zu enge Vorhaut, Infektionen oder eine gekrümmte Erektion durch Morbus Peyronie wehtun. Stress, Angst vor Schmerz und schlechte Erfahrungen lassen den Körper verkrampfen und halten den Kreislauf am Laufen.
Was hilft bei Dyspareunie?
Hör auf, wenn es wehtut, und lass dich gynäkologisch, urologisch oder hausärztlich untersuchen, wenn die Schmerzen wiederkommen. Die meisten Ursachen lassen sich behandeln. Bis dahin: langsamer machen, mehr Vorspiel, viel Gleitgel und Stellungen, in denen die Person mit Schmerzen Tiefe und Tempo bestimmt. Outercourse, Oralsex und Toys halten die Nähe lebendig, ohne dass es wehtut. Auch Beckenbodenphysiotherapie und Sexualtherapie können viel bewirken.