Kink Talk – Was bedeutet Lustlosigkeit?
Lustlosigkeit
Lustlosigkeit bedeutet, wenig oder gar keine Lust auf Sex zu haben, für eine Phase oder dauerhaft, und sie wird erst dann zum Problem, wenn sie dich belastet oder die Beziehung strapaziert.
Was bedeutet Lustlosigkeit?
Lustlosigkeit heißt, dass du wenig oder kein Interesse an Sex hast, für eine Phase oder länger. Auf Englisch sagt man Low Libido. Libido ist lateinisch für Begierde, und Sigmund Freud machte daraus den Begriff für den Sexualtrieb. Lust schwankt ganz natürlich, mit Stress, Schlaf, Alter, Hormonen und der Stimmung in der Beziehung. Weniger Lust zu haben als andere ist an sich keine Störung. Zum Thema wird es, wenn du deine Lust vermisst oder der Unterschied zu deinem Partner wehtut.
Woher kommt Lustlosigkeit?
Meist kommt einiges zusammen. Häufige Ursachen sind Stress, Erschöpfung, Depression oder Ängste, Konflikte in der Beziehung, Schmerzen beim Sex, ein negatives Körperbild und große Umbrüche wie ein Baby. Auch Medikamente können eine Rolle spielen, etwa manche Antidepressiva, Blutdrucksenker oder hormonelle Verhütung. Ebenso hormonelle Veränderungen wie ein niedriger Testosteronspiegel, die Wechseljahre oder Schilddrüsenprobleme. Lässt die Lust plötzlich oder deutlich nach, ohne erkennbaren Grund, lass ärztlich abklären, ob etwas Körperliches dahintersteckt.
Ist Lustlosigkeit dasselbe wie Asexualität?
Nein. Asexualität ist eine Orientierung: wenig oder keine sexuelle Anziehung, und viele asexuelle Menschen sind damit völlig zufrieden. Lustlosigkeit betrifft den Trieb und verändert sich oft mit der Zeit. Viele mit wenig Lust haben eine reaktive Lust: Sie entsteht, wenn es schon losgeht, nicht aus dem Nichts. Das zu wissen, nimmt viel Druck raus. Ein offenes Gespräch, zu zweit oder in einer Sexualtherapie, hilft meist mehr als Abwarten.