Kink Talk – Was bedeutet Peyronie-Krankheit?
Peyronie-Krankheit
Die Peyronie-Krankheit ist eine Erkrankung, bei der sich im Penis Narbengewebe bildet, sodass er sich bei der Erektion krümmt, verkürzt oder schmerzt, was Sex erschweren kann.
Was bedeutet Peyronie-Krankheit?
Sie ist nach François Gigot de la Peyronie benannt, einem französischen Chirurgen, der sie 1743 beschrieb. Medizinisch heißt sie Induratio penis plastica. Dabei bildet sich eine harte Plaque aus Narbengewebe in der Hülle um die Schwellkörper, und der Penis krümmt sich bei der Erektion in Richtung dieser Verhärtung. Betroffen sind vor allem Menschen über 40. Als Auslöser gelten kleine Verletzungen beim Sex oder Sport, oft findet sich aber keine Ursache. Anzeichen sind eine neue Krümmung, ein tastbarer Knoten, Schmerzen bei der Erektion, eine Verkürzung oder Erektionsprobleme.
Ist jeder krumme Penis eine Peyronie-Krankheit?
Nein. Viele Penisse sind von Natur aus gebogen, nach oben, unten oder zur Seite, und das ist völlig normal, wenn es seit der Pubertät so ist und nicht wehtut. Bei der Peyronie-Krankheit ist die Krümmung neu, nimmt über Monate zu oder kommt mit Knoten oder Schmerzen. Dann geh früh zur Urologin oder zum Urologen. Die Behandlung reicht vom Abwarten über Streckgeräte und Spritzen bis zur Operation, wenn sich der Zustand stabilisiert hat.
Wie klappt Sex mit Peyronie-Krankheit?
Sprecht offen darüber und probiert aus, was sich gut anfühlt. Stellungen, in denen die Person mit Penis Winkel und Tiefe bestimmt, etwa oben oder seitlich nebeneinander, entlasten. Viel Gleitgel hilft. Hör auf, wenn etwas wehtut, und vermeide plötzliches Abknicken, etwa wenn der Penis beim Reiten herausrutscht. Oralsex, Hände und Toys bleiben alle möglich, und viele Paare finden einen Weg, der für beide passt.