Orientierungen & Identitäten – Was bedeutet intergeschlechtlich?
Intergeschlechtlich
Intergeschlechtlich beschreibt Menschen, die mit Geschlechtsmerkmalen wie Chromosomen, Hormonen oder Anatomie geboren werden, die nicht in die typischen Kategorien männlich oder weiblich passen.
Was bedeutet intergeschlechtlich?
Intergeschlechtlich kommt vom lateinischen „inter“, das heißt zwischen. Es beschreibt Menschen, die mit Geschlechtsmerkmalen geboren werden, die nicht in die typischen Kategorien männlich oder weiblich passen, etwa bei Chromosomen, Hormonen, inneren Organen oder Genitalien. Es gibt viele verschiedene Varianten. Manche fallen bei der Geburt auf, manche erst in der Pubertät oder später, manche nie. Kurz sagt man „inter“, auch „Intersex“ ist verbreitet. Ältere Wörter wie „Zwitter“ gelten als veraltet und verletzend.
Was ist der Unterschied zwischen intergeschlechtlich und trans?
Bei inter geht es um den Körper, bei trans um die Geschlechtsidentität. Inter Menschen werden mit Körpern geboren, die von typisch männlichen oder weiblichen Merkmalen abweichen. Trans Menschen haben eine Geschlechtsidentität, die nicht zum bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht passt. Das sind zwei verschiedene Dinge, manche Menschen sind beides. Inter zu sein sagt nichts darüber, wie sich jemand mit dem eigenen Geschlecht fühlt.
Welche Geschlechtsidentität haben intergeschlechtliche Menschen?
Jede. Inter Menschen können Frauen, Männer, nicht-binär oder etwas anderes sein und jede sexuelle Orientierung haben. Viele sehen sich als Frau oder Mann, andere als nicht-binär, wie alle anderen auch. In Deutschland gibt es seit 2018 neben weiblich und männlich den Geschlechtseintrag „divers“.