Beziehungsformen – Was bedeutet Paartherapie?
Paartherapie
Paartherapie ist begleitete Arbeit mit einer Fachperson, bei der Partner Konflikte, Kommunikation, Vertrauen und oft auch Sex beleuchten, um sich besser zu verstehen und zu klären, wie es weitergeht.
Was bedeutet Paartherapie?
Paartherapie heißt, gemeinsam mit einer ausgebildeten Fachperson an eurer Beziehung zu arbeiten, meist in Sitzungen zu zweit. Die Themen reichen von ständigem Streit, Fremdgehen und großen Entscheidungen bis zu Lust, Sex und unterschiedlicher Libido. Bekannte Ansätze sind die emotionsfokussierte Paartherapie und die Gottman-Methode. Gute Therapeuten ergreifen keine Partei. Sie helfen euch, die Muster zu erkennen, in denen ihr feststeckt, und neue Wege zu finden, miteinander zu reden.
Wann sollte man zur Paartherapie gehen?
Früher, als es die meisten Paare tun. Viele warten, bis sich jahrelang Groll angestaut hat, und das macht die Arbeit schwerer. Gute Gründe sind Gespräche, die immer im selben Streit enden, ein Vertrauensbruch, große Veränderungen wie ein Baby oder ein Umzug oder ein Sexleben, das still eingeschlafen ist. In Deutschland zahlen die Krankenkassen Paartherapie in der Regel nicht, kirchliche und kommunale Beratungsstellen bieten Paarberatung aber oft günstig an.
Kann man in der Paartherapie über Sex und Kink reden?
Ja, und das solltest du auch, wenn es dir wichtig ist. Sex gehört zu den häufigsten Themen in der Paartherapie. Bei konkreten sexuellen Problemen passt eine Sexualtherapie oft besser. Wenn Kink, offene Beziehungen oder Polyamorie zu eurem Leben gehören, sucht euch einen Kink-Aware Professional, also eine Fachperson, die sich mit Kink auskennt, damit ihr eure Zeit mit dem eigentlichen Problem verbringt, statt euer Modell zu erklären oder zu verteidigen.