Kink Talk – Was bedeutet Paperclipping?
Paperclipping
Paperclipping bedeutet, dass sich jemand, mit dem du nicht mehr datest, ab und zu mit einer beiläufigen Nachricht meldet, nicht um wirklich wieder Kontakt aufzunehmen, sondern nur, um präsent zu bleiben.
Was bedeutet Paperclipping?
Paperclipping ist nach Karl Klammer benannt, auf Englisch Clippy, der animierten Büroklammer in älteren Microsoft-Office-Versionen, die ständig ungefragt aufpoppte. Beim Dating heißt das: Jemand taucht hin und wieder mit einer zufälligen Nachricht auf, damit du ihn bloß nicht vergisst. Ein „Na, lange nicht gehört“, ein Meme, ein Like auf ein altes Foto. Danach kommt nichts, und Wochen später geht es von vorn los. Die Tür soll offen bleiben, durchgehen will die Person aber nicht.
Was ist der Unterschied zu Breadcrumbing und Zombieing?
Beim Breadcrumbing hält dich jemand mit kleinen, regelmäßigen Signalen hin, solange ihr noch Kontakt habt. Zombieing heißt, dass jemand, der dich geghostet hat, zurückkommt, als wäre nichts gewesen. Paperclipping liegt dazwischen: Der Kontakt ist schon eingeschlafen, und die Person meldet sich in Abständen, ohne echten Plan. Alle drei lassen dich im Unklaren.
Wie gehst du mit Paperclipping um?
Überleg, was du willst. Hast du Lust auf ein Wiedersehen, frag direkt: „Meldest du dich, weil du dich treffen willst, oder einfach nur so?“ Wenn nicht, musst du nicht antworten. Du kannst die Person auch stummschalten, entfolgen oder blockieren, das macht das Abschließen leichter. Wenn dich jede Nachricht in alte Gefühle zurückwirft, ist das Grund genug, dich zu schützen.