Kink Talk – Was bedeutet Safer Sex?
Safer Sex
Safer Sex bedeutet, mit Kondomen, Lecktüchern, Handschuhen oder anderen Barrieren und regelmäßigen Tests das Risiko für STIs zu senken, am besten vorab vereinbart statt im Moment.
Was bedeutet Safer Sex?
Safer Sex ist ein englischer Begriff, der sich in den 1980er-Jahren als Antwort auf HIV und Aids verbreitet hat. Er sagt „safer“, also sicherer, statt „safe“, weil kein Sex völlig risikofrei ist. Gemeint ist, das Risiko für STIs und ungeplante Schwangerschaften mit Kondomen, anderen Barrieren und Tests zu senken. Wer vorher entscheidet, nimmt den Druck raus. Niemand muss mittendrin verhandeln, und niemand wird im Eifer des Gefechts überredet, darauf zu verzichten.
Welche Schutzmethoden gibt es?
Kondome und Femidome für Penetration, Lecktücher für Oralsex an Vulva oder Anus und Handschuhe für Hände und Finger. Geteilte Toys bekommen für jede Person ein frisches Kondom oder werden zwischendurch gründlich gereinigt. Nutzt mit Latex Gleitgel auf Wasser- oder Silikonbasis, weil Öl es angreift. Hormonelle Verhütung schützt vor Schwangerschaft, aber nicht vor STIs, und PrEP nur vor HIV. Was zu dir passt, klärst du am besten in einer Arztpraxis oder Beratungsstelle.
Wann solltet ihr über Safer Sex sprechen?
Bevor ihr ausgezogen seid, am besten schon, bevor ihr euch zum Sex trefft. Sag klar, was du benutzt und wann, und frag nach aktuellen STI-Tests. Drängt jemand darauf, den vereinbarten Schutz wegzulassen, ist das ein Grund aufzuhören, kein Anlass für Kompromisse. Ein Ja zu Sex mit Kondom ist kein Ja zu Sex ohne.