Orientierungen & Identitäten – Was bedeutet csd?
CSD
CSD, kurz für Christopher Street Day, ist der in Deutschland übliche Name für Pride, also Paraden, Partys und Demos, die queeres Leben feiern und für die Rechte von LGBTQ+-Menschen eintreten.
Was bedeutet CSD?
CSD steht für Christopher Street Day, benannt nach der Christopher Street in New York, wo das Stonewall Inn liegt. Im Juni 1969 wehrten sich dort queere und trans Gäste gegen eine Polizeirazzia, und die Stonewall-Aufstände wurden zum Startpunkt der modernen LGBTQ+-Bewegung. In Deutschland fanden die ersten CSDs 1979 in Berlin und Bremen statt. Heute gibt es jedes Jahr weit über 100 CSDs, von riesigen Events in Köln, Berlin und München bis zu kleinen Umzügen auf dem Land. Sie sind Party und politische Demo zugleich.
Was ist der Unterschied zwischen CSD und Pride?
Eigentlich keiner. CSD ist einfach der Name, der in Deutschland und einigen Nachbarländern üblich ist, fast überall sonst sagt man Pride. Manche Städte nutzen beides, etwa ColognePride in Köln. Die CSD-Saison läuft ungefähr von Mai bis September, so ziehen nicht alle Städte am selben Wochenende durch die Straßen.
Dürfen Heteros zum CSD gehen?
Ja, Allies sind willkommen. Komm, um zu unterstützen, zuzuhören und mitzufeiern, und lass queeren Menschen den Vortritt. Respektier die politische Seite: Viele demonstrieren gegen Diskriminierung, die noch sehr real ist, und manche CSDs in kleineren Städten wurden schon angefeindet. Praktisch: Wasser trinken, Sonnencreme auftragen, Getränk und Freunde im Blick behalten und fragen, bevor du Leute aus der Nähe fotografierst.