Orientierungen & Identitäten – Was bedeutet MSM & FSF?
MSM & FSF
MSM & FSF stehen für Männer, die Sex mit Männern haben, und Frauen, die Sex mit Frauen haben, Fachbegriffe, die Verhalten beschreiben, nicht Identität.
Was bedeutet MSM & FSF?
MSM & FSF stammen aus Gesundheitswesen und Forschung, wo sie Verhalten statt Identität beschreiben. MSM steht für Männer, die Sex mit Männern haben, FSF für Frauen, die Sex mit Frauen haben. Daneben ist auch die englische Abkürzung WSW verbreitet. Der Gedanke dahinter: Ein Mann, der Sex mit Männern hat, nennt sich vielleicht nicht schwul, und eine Frau, die Sex mit Frauen hat, sieht sich vielleicht als hetero, bi oder etwas anderes. Gesundheitsangebote brauchen Begriffe, die alle mit ähnlichem Bedarf erreichen, egal welches Label sie nutzen.
Warum sprechen Ärzte und Beratungsstellen von MSM?
Weil gute Gesundheitsberatung davon abhängt, was Menschen tun, nicht wie sie sich nennen. Empfehlungen für regelmäßige STI-Tests, PrEP oder bestimmte Impfungen richten sich oft an MSM. Ein Begriff fürs Verhalten sorgt dafür, dass auch Männer, die sich nicht als schwul oder bi sehen, die richtigen Infos bekommen. Wenn du unsicher bist, was für dich gilt, frag deinen Arzt, das Gesundheitsamt oder eine Beratungsstelle.
Brauchen Frauen, die Sex mit Frauen haben, STI-Tests?
Ja. Manche Infektionen werden zwischen Frauen seltener übertragen, aber STIs können trotzdem über Hautkontakt, Körperflüssigkeiten und geteilte Toys weitergegeben werden. Regelmäßige Tests, gereinigte oder mit Kondom bezogene Toys und Barrieren wie Lecktücher senken das Risiko. Frag deinen Arzt oder eine Beratungsstelle, welche Tests für dich sinnvoll sind, und sag offen, mit wem du Sex hast, damit du die passende Beratung bekommst.