Orientierungen & Identitäten – Was bedeutet coming-out?
Coming-out
Coming-out heißt, anderen von deiner sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität zu erzählen, oft Schritt für Schritt, Freunden, Familie, Partnern oder Kollegen, in deinem eigenen Tempo.
Was bedeutet Coming-out?
Coming-out kommt vom englischen „coming out of the closet“, also aus dem Schrank kommen, wobei der Schrank für das Verstecken steht. Gemeint ist, anderen von deiner sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität zu erzählen. Es ist ein Prozess, kein einmaliger Moment. Die meisten outen sich viele Male, zuerst vor sich selbst, dann vor Freunden, Familie, neuen Kollegen oder einem neuen Partner. Du entscheidest, wer es wann und wie erfährt.
Wie kannst du dich sicher outen?
Fang bei jemandem an, dem du vertraust und der vermutlich gut reagiert, und geh in deinem Tempo. Wenn du von Menschen abhängig bist, die schlecht reagieren könnten, etwa bei Wohnung oder Geld, kann Warten oder ein Plan B klug sein. Queere Beratungsstellen helfen dir bei der Vorbereitung. Im Deutschen sagt man oft auch „Outing“, genau genommen heißt das aber, von anderen geoutet zu werden. Und das ist ohne deine Zustimmung nie okay.
Kannst du dich auch mit einem Kink outen?
Ja, viele nennen es genau so. Deinem Partner von einem Kink zu erzählen, ist eine kleinere Art Coming-out, und es helfen dieselben Grundregeln, ein ruhiger Moment, dein Tempo, kein Druck. Erzähl, was dich reizt und warum, und mach klar, dass dein Partner Nein sagen darf. Ein Kink ist keine Identität wie deine Orientierung, aber ihn zu teilen braucht trotzdem Vertrauen und verdient eine liebevolle Reaktion.