Kink Talk – Was bedeutet Bridge Maneuver?
Bridge Maneuver
Das Bridge Maneuver ist eine Technik aus der Sexualtherapie, bei der die Klitoris während der Penetration stimuliert wird, damit auch Menschen, die durch Penetration allein selten kommen, beim Sex einen Orgasmus erleben.
Was bedeutet Bridge Maneuver?
Das Bridge Maneuver, auf Deutsch etwa Brückentechnik, stammt aus der Sexualtherapie der 1970er- und 80er-Jahre. Der Name beschreibt das Ziel: eine Brücke schlagen zwischen der Klitorisstimulation, die zuverlässig zum Orgasmus führt, und der Penetration. Die Klitoris wird beim Eindringen bis kurz vor den Orgasmus stimuliert. Die meisten Menschen mit Klitoris brauchen direkte Berührung dort, um zu kommen, nur eine Minderheit kommt regelmäßig durch Penetration allein. Das Bridge Maneuver arbeitet mit dieser Tatsache statt gegen sie.
Wie funktioniert das Bridge Maneuver?
Während der Penetration stimuliert einer von euch die Klitoris mit der Hand oder einem kleinen Vibrator. Stellungen mit freier Hand wie die Löffelchenstellung, Doggy Style oder die Reiterstellung machen es leichter. In der ursprünglichen Version geht die Klitorisstimulation weiter, bis der Orgasmus ganz nah ist, und wird dann zurückgenommen, damit die Stöße den Rest erledigen. Viele lassen die Stimulation einfach bis zum Schluss laufen, und das funktioniert genauso gut.
Muss man durch Penetration allein kommen?
Nein. Ein Orgasmus nur durch Penetration ist nicht reifer, echter oder ein Ziel, das man erreichen muss. Ein Orgasmus durch Klitorisstimulation beim Sex ist ein Orgasmus beim Sex. Heute sehen viele Sexualtherapeuten das Bridge Maneuver eher als Einladung denn als Training: die Klitoris in den Sex einbeziehen und Sex nicht an der Penetration messen. Das verkleinert auch den Orgasm Gap.