Kink Talk – Was bedeutet Trigger-Gespräch?
Trigger-Gespräch
Ein Trigger-Gespräch ist das Gespräch, in dem du deinem Partner vor Sex oder Spiel deine bekannten Trigger nennst, damit er sie umgehen kann und weiß, was im Ernstfall hilft.
Was bedeutet Trigger-Gespräch?
Das Wort Trigger stammt aus der Psychologie und meint dort einen Reiz, der die Gefühle einer belastenden Erfahrung zurückholt. Im Trigger-Gespräch erzählst du deinem Partner vorher, welche Reize das bei dir sind, damit ihr gemeinsam darum herum planen könnt. Trigger können Worte, Namen, ein bestimmter Tonfall, Berührungen an bestimmten Stellen, Stellungen, Gerüche oder Festgehaltenwerden sein. Wie viel du von deiner Geschichte erzählst, entscheidest du. Oft reicht „nenn mich bitte nie so“ oder „fass meinen Hals nicht an“.
Wie sprichst du Trigger bei deinem Partner an?
Such dir einen ruhigen Moment außerhalb vom Sex und sag, was ihr meiden solltet und was hilft, falls es doch passiert. Du schuldest niemandem Details aus deiner Vergangenheit. Nenn den Trigger, wie er sich bei dir zeigen kann, etwa Erstarren oder Verstummen, und was du dann brauchst, zum Beispiel Stopp, eine Decke oder etwas Abstand. Wer zuhört, bedankt sich, bohrt nicht nach und behandelt den anderen danach nicht wie rohes Porzellan.
Was tun, wenn beim Sex ein Trigger hochkommt?
Sofort stoppen, ruhig nachfragen und tun, worum dein Partner bittet. Wer erstarrt oder verstummt, kann sein Safeword vielleicht nicht sagen. Achte also auf Körpersprache, nicht nur auf Worte. Biete Nähe an, ohne zu bedrängen, und redet später darüber, wenn ihr euch beide wieder stabil fühlt. Kommt altes Trauma immer wieder hoch, kann eine traumasensible Therapie helfen.