Kinks & Fetische – Was bedeutet Karezza?
Karezza
Karezza ist eine langsame, sanfte Art von Sex mit Fokus auf Zärtlichkeit, Berührung und Nähe, bei der ihr meist gar nicht auf einen Orgasmus hinarbeitet.
Was bedeutet Karezza?
Karezza kommt vom italienischen „carezza“, das heißt Liebkosung, und wurde in den 1890er-Jahren von der amerikanischen Ärztin Alice Bunker Stockham so benannt. Gemeint ist langsamer, sanfter Sex mit Fokus auf Zärtlichkeit und Nähe, meist ohne Orgasmus als Ziel. In der Praxis heißt das viel Kuscheln, Küssen, Blickkontakt und ruhige Bewegung oder einfach still zusammen liegen. Statt auf einen Höhepunkt hinzuarbeiten, bleibt ihr entspannt. Kommt doch ein Orgasmus, ist das kein Fehler. Er ist nur nicht das Ziel.
Was ist der Unterschied zwischen Karezza, Slow Sex und Tantra?
Karezza ist die sanfteste der drei Varianten, und es geht vor allem darum, den Orgasmus als Ziel loszulassen. Slow Sex heißt einfach, sich Zeit zu lassen, und kann trotzdem mit einem großen Finale enden. Tantra ist eine viel breitere spirituelle Tradition, und tantrisch inspirierter Sex arbeitet oft mit Atem, Energie und aufbauender Erregung. Karezza bleibt von Anfang bis Ende ruhig, zärtlich und wenig intensiv.
Wie fangt ihr mit Karezza an?
Redet vorher darüber, denn es funktioniert am besten, wenn ihr beide Lust auf Sex ohne Ziellinie habt. Nehmt euch Zeit ohne Druck, fangt mit Kuscheln und sanften Berührungen an und bewegt euch langsam. Wird die Erregung stark, macht eine Pause, atmet und kommt zurück zur Ruhe. Manche Paare probieren es ein paar Abende hintereinander und entscheiden dann gemeinsam, ob sie dabei bleiben.