Kink Talk – Was bedeutet Behinderung und Sex?
Behinderung und Sex
Behinderung und Sex beschreibt Sexualität, Lust und Intimität von Menschen mit Behinderung, die dasselbe Recht auf Begehren und ein erfülltes Sexleben haben wie alle anderen, angepasst an ihren Körper.
Was bedeutet Behinderung und Sex?
Behinderung und Sex ist ein Sammelbegriff für alles rund um Sexualität, wenn du mit einer körperlichen, Sinnes-, geistigen oder psychischen Behinderung oder einer chronischen Krankheit lebst. Gemeint ist: Menschen mit Behinderung haben Lust, daten, haben Sex und verdienen gute Informationen dazu. Die größte Hürde ist oft nicht der Körper, sondern der Mythos, Menschen mit Behinderung seien asexuell oder kindlich. Viele haben auch kaum Aufklärung bekommen, weil niemand sie für relevant hielt.
Wie lässt sich Sex an eine Behinderung anpassen?
Fang bei dem an, was sich gut anfühlt, nicht bei der Frage, wie Sex angeblich aussehen muss. Lust entsteht durch Berührung, Toys, Oralsex, gemeinsame Masturbation oder Penetration, und alles davon zählt. Kissen, Keilkissen und Stellungen in Seitenlage entlasten Gelenke und Muskeln. Toys mit langem Griff oder freihändige Modelle helfen bei eingeschränkter Greifkraft. Plant nach Energie, Schmerzen und Medikamenten, leert vorher einen Urinbeutel, falls du einen nutzt, und sprecht offen darüber, was an welchem Tag geht.
Wie sprichst du mit deinem Partner über deine Behinderung?
Früh und direkt. Sag, was du brauchst, was nicht geht und was du liebst, so wie alle anderen ihre Vorlieben teilen. Pflegt dein Partner dich auch, bleibt ihr trotzdem ein Liebespaar, also trennt diese Rollen, wo es geht. Dein Einverständnis zählt genauso viel wie das aller anderen. In Deutschland ist Sexualassistenz, eine Form bezahlter Sexarbeit für Menschen mit Behinderung, legal und für manche eine Option.