Beziehungsformen – Was bedeutet Beziehungsvereinbarung?
Beziehungsvereinbarung
Eine Beziehungsvereinbarung ist die Gesamtheit der Regeln, Grenzen und Versprechen, auf die sich Partner bewusst einigen, vor allem in offenen und polyamoren Beziehungen, von Safer Sex bis zu Dates mit anderen.
Was bedeutet Beziehungsvereinbarung?
Eine Beziehungsvereinbarung ist die Gesamtheit der Regeln, Grenzen und Versprechen, auf die sich Partner bewusst einigen. Am häufigsten fällt der Begriff in offenen und polyamoren Beziehungen, doch auch monogame Paare treffen Absprachen, oft ohne sie je auszusprechen. Typische Themen sind Safer Sex und Tests, wen ihr daten dürft, wie viel ihr über andere Partner erzählt, Übernachtungen, gemeinsame Zeit und was passiert, wenn sich Gefühle verändern. Manche schreiben das auf, andere besprechen es nur mündlich.
Was ist der Unterschied zwischen Regeln und Absprachen?
Viele Polys sprechen lieber von Absprachen, weil das Wort nach etwas klingt, das alle gemeinsam gewählt haben und neu verhandeln können, nicht nach etwas, das einer dem anderen auferlegt. Regeln, die eine dritte Person steuern sollen, etwa „Sie darf sich nicht in dich verlieben“, tun oft weh, weil diese Person ihnen nie zugestimmt hat. Absprachen funktionieren am besten, wenn sie das eigene Verhalten beschreiben und fair zu allen Beteiligten bleiben.
Wie oft sollte man eine Beziehungsvereinbarung überprüfen?
Regelmäßig und immer dann, wenn sich etwas Großes ändert, etwa ein neuer Partner, ein Umzug oder ein Baby. Viele Paare machen alle paar Monate einen Check-in. Alle sollten jederzeit um eine Neuverhandlung bitten können. Wenn eine Absprache gebrochen wird, redet zuerst über das Warum, bevor ihr strengere Regeln einführt, denn der Grund dahinter ist oft wichtiger als die Regel selbst.