BDSM-Rollen – Was bedeutet Sir?
Sir
Sir ist eine verbreitete Anrede, mit der ein Sub einen männlichen oder maskulinen dominanten Partner anspricht, als Zeichen von Respekt und der vereinbarten Machtdynamik in Szene oder Beziehung.
Was bedeutet Sir?
Sir ist die klassische englische Höflichkeitsanrede und geht auf den mittelalterlichen Titel für Ritter zurück. Im BDSM ist es eine verbreitete Anrede, mit der ein Sub einen männlichen oder maskulinen Dom anspricht, etwa „Ja, Sir“. Auch in Deutschland nutzen viele das englische Sir, weil es förmlich klingt, aber weniger schwer als „Herr“. Es kann nur in Szenen gelten, bei bestimmten Ritualen oder rund um die Uhr in einer 24/7-Dynamik. Manche Doms anderer Geschlechter wählen es auch.
Ist Sir etwas anderes als Herr, Master oder Daddy?
Ja, vor allem im Ton. Sir wirkt respektvoll und ein bisschen militärisch, Herr oder Master stehen für tiefe Besitzverhältnisse, und Daddy bringt Fürsorge und Wärme mit. Welche Anrede passt, hängt von eurer Dynamik ab, nicht von einem Rang. Viele Paare starten mit Sir, weil es leicht über die Lippen geht und weniger aufgeladen ist, und wechseln später, wenn sich ein anderes Wort richtiger anfühlt.
Wie fangt ihr an, Sir zu benutzen?
Fragt vorher. Eine Anrede ist Teil der Dynamik, also sollte der Dom sie wollen und der Sub sich gut dabei fühlen. Klärt, wann sie gilt: nur in Szenen, auch in Nachrichten oder sogar in der Öffentlichkeit, dann mit einer unauffälligen Alternative. Manche Doms erwarten sie in jeder Antwort und ahnden Vergessen mit einem Funishment, andere hören sie einfach gern ab und zu. Egal, was ihr wählt: Das Safeword zählt immer mehr als jede Anrede.