Beziehungsformen – Was bedeutet Das verflixte siebte Jahr?
Das verflixte siebte Jahr
Das verflixte siebte Jahr ist die verbreitete Vorstellung, dass Paare nach etwa sieben gemeinsamen Jahren in eine Krise aus Unruhe, Langeweile oder Versuchung geraten, obwohl die Forschung keinen festen Wendepunkt kennt.
Was bedeutet das verflixte siebte Jahr?
Der Ausdruck wurde vor allem durch den Film „Das verflixte 7. Jahr“ von 1955 mit Marilyn Monroe bekannt, im Original „The Seven Year Itch“. Gemeint ist die Vorstellung, dass Paare nach etwa sieben Jahren in eine Krise geraten. Das Bild dahinter ist Unruhe: Routine schleicht sich ein, die Lust lässt nach, und einer oder beide fragen sich, ob das alles gewesen sein soll.
Gibt es das verflixte siebte Jahr wirklich?
Nicht als festes Datum. Scheidungsstatistiken zeigen keinen plötzlichen Ausschlag im siebten Jahr. Die Anthropologin Helen Fisher fand heraus, dass Scheidungen in vielen Ländern schon früher gehäuft auftreten, um das vierte Ehejahr herum. Was die Forschung zeigt: Die Beziehungszufriedenheit sinkt in den ersten Jahren oft allmählich, gerade wenn Kinder, Job und Routine zusammenkommen. Das verflixte Jahr ist also weniger eine Frist als ein langsames Auseinanderdriften, das viele Paare kennen.
Wie kommt man durch eine Beziehungskrise nach vielen Jahren?
Sprecht darüber, bevor daraus Schweigen oder eine Affäre wird. Fragt euch, was jedem von euch fehlt, im Alltag und im Bett, und was ihr gern ausprobieren würdet. Neue gemeinsame Erlebnisse, Zeit ohne Kinder und Handy und ehrliche Gespräche über Fantasien können Nähe zurückbringen. Wenn ihr euch im Kreis dreht, hilft eine Paartherapie. Manche Paare nutzen die Phase auch, um ihr Modell zu überdenken, etwa mit klaren Absprachen für eine Öffnung.