Kink Talk – Was bedeutet Bildbasierte Gewalt?
Bildbasierte Gewalt
Bildbasierte Gewalt bedeutet, intime Bilder oder Videos von jemandem ohne Einverständnis zu verbreiten oder damit zu drohen, auch durch heimliche Aufnahmen und sexuelle Deepfakes.
Was bedeutet Bildbasierte Gewalt?
Bildbasierte Gewalt ist die deutsche Übersetzung von „image-based abuse“, einem Begriff, den Forschung und Beratungsstellen statt „Racheporno“ verwenden, denn es ist weder Porno noch immer Rache. Gemeint ist, intime Bilder von jemandem ohne Einverständnis zu verbreiten oder damit zu drohen. Dazu gehören weitergeleitete Nacktbilder vom Ex, heimlich gefilmte Videos, gehackte Fotos und Deepfakes, bei denen eine KI das Gesicht einer echten Person in sexuelle Bilder setzt. Auch wenn ein Bild einmal freiwillig verschickt wurde, ist das Weiterverbreiten ohne Zustimmung Gewalt.
Ist bildbasierte Gewalt strafbar?
Ja, in Deutschland und vielen anderen Ländern ist sie eine Straftat. Die Gesetze unterscheiden sich, aber heimliche Aufnahmen in intimen Situationen, das Verbreiten intimer Bilder ohne Einverständnis und Drohungen damit können bestraft werden. Viele Länder verschärfen gerade auch ihre Regeln zu sexuellen Deepfakes. Plattformen verbieten solche Inhalte meist und löschen sie, wenn sie gemeldet werden.
Was tun, wenn intime Bilder von dir verbreitet werden?
Zuerst: Es ist nicht deine Schuld. Die Person, die sie verbreitet, hat dein Vertrauen gebrochen und oft auch das Gesetz. Sichere Beweise, bevor etwas verschwindet, mit Screenshots, Links, Nutzernamen und Datum. Melde die Inhalte bei jeder Plattform und verlange, dass sie gelöscht werden. Du kannst Anzeige bei der Polizei erstatten, und Beratungsstellen für Betroffene digitaler Gewalt helfen dir bei den nächsten Schritten und mit der Belastung, die sehr real ist.