Kink Talk – Was bedeutet Wechseljahre und Sex?
Wechseljahre und Sex
Wechseljahre und Sex beschreibt, wie der sinkende Östrogenspiegel rund um die Menopause Lust, Erregung, Vulva und Vagina verändert, und welche praktischen und medizinischen Wege Sex angenehm und lustvoll halten.
Was bedeutet Wechseljahre und Sex?
Die Menopause, vom griechischen „men“ für Monat und „pausis“ für Ende, ist die letzte Regelblutung, meist zwischen 45 und 55. Die Jahre davor heißen Perimenopause, zusammen spricht man von den Wechseljahren. Wechseljahre und Sex meint, wie diese hormonellen Veränderungen dein Sexleben beeinflussen. Weniger Östrogen kann die Schleimhaut der Vagina dünner und trockener machen, sodass Sex reibt oder wehtut. Hitzewallungen, schlechter Schlaf und Stimmungsschwankungen drücken oft auf die Lust. Gleichzeitig fühlen sich viele freier, ohne Angst vor einer Schwangerschaft und mit mehr Zeit für sich.
Was hilft gegen Trockenheit und Schmerzen beim Sex in den Wechseljahren?
Ein gutes Gleitgel ist der erste Schritt, Gleitgel auf Silikonbasis hält besonders lange. Regelmäßig angewendete feuchtigkeitsspendende Vaginalgele pflegen die Schleimhaut auch zwischendurch. Mehr Zeit fürs Vorspiel gibt deinem Körper die Chance, in Erregung zu kommen. Wenn Sex weiter wehtut, geh in die gynäkologische Praxis. Lokales Östrogen oder eine andere Hormonbehandlung kann viel bewirken, und Beckenbodenphysiotherapie löst Verspannungen. Schmerzen sind häufig, aber du musst sie nicht einfach aushalten.
Brauchst du in den Wechseljahren noch Verhütung und Safer Sex?
Verhütung ja, bis deine Ärztin oder dein Arzt grünes Licht gibt. In der Perimenopause ist eine Schwangerschaft noch möglich. Als Faustregel gilt: Verhüte bis 1 Jahr nach der letzten Periode, wenn du über 50 bist, sonst 2 Jahre. Safer Sex ist in jedem Alter wichtig. Eine dünnere Schleimhaut kann die Übertragung von STIs sogar erleichtern, Kondome lohnen sich mit neuen Partnern also weiterhin.