Kink Talk – Was bedeutet Sexualtherapie?
Sexualtherapie
Sexualtherapie ist eine Form der Gesprächstherapie, die Einzelnen und Paaren bei sexuellen Problemen hilft, etwa bei wenig Lust, Schmerzen, Erektions- oder Orgasmusproblemen, Scham oder unterschiedlichen Bedürfnissen.
Was bedeutet Sexualtherapie?
Sexualtherapie ist eine spezialisierte Form der Gesprächstherapie mit Fokus auf Sexualität. Eine ausgebildete Fachperson hilft Einzelnen und Paaren bei sexuellen Problemen, von wenig Lust und Schmerzen bis zu Erektions- oder Orgasmusproblemen, Scham oder Bedürfnissen, die nicht zusammenpassen. Als eigenes Fachgebiet etablierte sie sich in den 1970er-Jahren, aufbauend auf der Arbeit von Masters und Johnson. Die Sitzungen sind Gespräche, dazu kommen Übungen, die du zu Hause für dich machst. Sexuellen Kontakt in der Therapie gibt es nie, und niemand muss sich ausziehen.
Wann hilft eine Sexualtherapie?
Immer dann, wenn dich etwas rund um Sex belastet und nicht von allein besser wird. Typische Gründe sind Erektionsprobleme, vorzeitiger Samenerguss, Schmerzen, kein Orgasmus, sehr unterschiedliche Libido, ein Dead Bedroom oder Fragen zu Kinks und Identität. Körperliche Ursachen sollte vorher eine Ärztin oder ein Arzt abklären, denn Schmerzen oder Erektionsprobleme können medizinische Gründe haben.
Wie findest du einen guten Sexualtherapeuten?
„Sexualtherapeut“ ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung. Achte auf Psychotherapeutinnen, Ärzte oder Berater mit anerkannter Weiterbildung in Sexualtherapie oder Sexualmedizin und frag im Erstgespräch nach der Arbeitsweise. Wenn du kinky, queer, trans oder nicht monogam lebst, frag direkt, ob kink-aware und ohne Vorurteile gearbeitet wird. Sexualtherapie zahlst du oft selbst, außer sie ist Teil einer Psychotherapie, die die Krankenkasse übernimmt.