Beziehungsformen – Was bedeutet Polygamie?
Polygamie
Polygamie bedeutet, mit mehr als einem Menschen gleichzeitig verheiratet zu sein, meist ein Mann mit mehreren Frauen, und unterscheidet sich von Polyamorie in Recht, Religion und Rollenverteilung.
Was bedeutet Polygamie?
Polygamie kommt vom griechischen „polys“, viel, und „gamos“, Ehe. Gemeint ist, mit mehr als einem Menschen gleichzeitig verheiratet zu sein, auf Deutsch auch Vielehe. Die weltweit häufigste Form ist die Polygynie, ein Mann mit mehreren Frauen. Polyandrie, eine Frau mit mehreren Männern, ist viel seltener. In manchen Ländern ist Polygamie erlaubt, oft verknüpft mit religiösem oder traditionellem Recht. In Deutschland und den meisten Ländern Europas ist sie verboten, Doppelehe ist hier strafbar.
Was ist der Unterschied zwischen Polygamie und Polyamorie?
Bei Polygamie geht es um Ehe, bei Polyamorie um Beziehungen. Polyamorie heißt, mehrere Liebesbeziehungen gleichzeitig zu führen, mit dem Wissen und Einverständnis aller, ganz ohne Mehrfachehe. Traditionelle Polygamie ist meist einseitig: Ein Mann darf mehrere Frauen haben, die Frauen aber keine weiteren Partner. In der Polyamorie dürfen alle weitere Partner haben, egal welchen Geschlechts, und die Regeln werden auf Augenhöhe ausgehandelt.
Warum wird Polygamie kritisiert?
Kritiker weisen darauf hin, dass Polygamie vielerorts mit ungleicher Macht, finanzieller Abhängigkeit und Druck auf Frauen verbunden ist, teils bis hin zu Zwangs- oder Kinderehen. Deshalb betonen viele Polys den Unterschied. Ethische Nicht-Monogamie beruht auf freier Wahl, gleichen Rechten und der Freiheit zu gehen, was traditionelle Polygamie oft nicht garantiert.