Kink Talk – Was bedeutet Sterilisation?
Sterilisation
Sterilisation ist eine dauerhafte Verhütungsmethode, bei der eine Ärztin oder ein Arzt die Samenleiter oder Eileiter verschließt, durchtrennt oder entfernt, entweder als Vasektomie oder als Eileiter-Sterilisation.
Was bedeutet Sterilisation?
Sterilisation kommt vom lateinischen „sterilis“, das heißt unfruchtbar. Bei der Verhütung ist ein Eingriff gemeint, der dauerhaft vor einer Schwangerschaft schützt, weil der Weg von Spermien oder Eizellen unterbrochen wird. Bei Menschen mit Hoden heißt das Vasektomie, ein kurzer ambulanter Eingriff unter örtlicher Betäubung, bei dem die Samenleiter durchtrennt und verschlossen werden. Bei Menschen mit Gebärmutter werden die Eileiter verschlossen, durchtrennt oder entfernt, meist per Bauchspiegelung unter Vollnarkose. Beide gehören zu den sichersten Methoden überhaupt.
Verändert eine Sterilisation Sex oder Hormone?
Nein. Lust, Erregung und Orgasmus bleiben gleich, und der Körper bildet seine Hormone weiter selbst. Nach einer Vasektomie sieht das Ejakulat praktisch unverändert aus, nach einer Eileiter-Sterilisation kommt die Periode wie vorher. Eine Vasektomie wirkt nicht sofort, verhüte also weiter, bis ein Spermiogramm keine Spermien mehr zeigt. Vor STIs schützt keiner der beiden Eingriffe, bei neuen Partnern bleiben Kondome wichtig.
Kann man eine Sterilisation rückgängig machen?
Manchmal, aber das ist eine aufwendige Operation ohne Erfolgsgarantie. Plane eine Sterilisation also als endgültig. Nimm dir Zeit für die Entscheidung und lass dich von niemandem dazu drängen oder davon abbringen. In Deutschland zahlst du den Eingriff meist selbst, außer es gibt einen medizinischen Grund. In einer urologischen oder frauenärztlichen Praxis erfährst du im Beratungsgespräch alles über Ablauf, Risiken und Kosten.