Kink Talk – Was bedeutet Morgenlatte?
Morgenlatte
Die Morgenlatte ist eine Erektion beim Aufwachen, ein Überbleibsel der Erektionen, die ganz natürlich im Schlaf entstehen, und ein Zeichen gesunder Durchblutung, nicht von Erregung.
Was bedeutet Morgenlatte?
Morgenlatte ist Umgangssprache, „Latte“ steht schon lange für einen steifen Penis. Gemeint ist eine Erektion beim Aufwachen, medizinisch spricht man von nächtlichen Erektionen. Im Schlaf haben die meisten Menschen mit Penis mehrere Erektionen pro Nacht, vor allem im REM-Schlaf, der Phase mit den lebhaftesten Träumen. Wachst du während oder kurz nach so einer Phase auf, ist die Morgenlatte noch da. Auch die Klitoris schwillt nachts auf ähnliche Weise an.
Heißt eine Morgenlatte, dass man Lust hat?
Nicht unbedingt. Nächtliche Erektionen entstehen von selbst, gesteuert vom Schlafzyklus und von Nervensignalen, nicht von erotischen Träumen. Oft wird eine volle Blase verantwortlich gemacht, sie ist aber nicht die Hauptursache. Peinlich muss dir das also nicht sein, und es ist auch kein Grund für Sex, außer ihr habt beide Lust. Dann ist es ein beliebter Start in den Tag.
Was bedeutet es, wenn die Morgenlatte ausbleibt?
Die Morgenlatte zeigt, dass Durchblutung und Nerven funktionieren. Klappt es morgens, aber beim Sex nicht, stecken eher Stress, Anspannung oder Versagensangst dahinter als ein körperliches Problem. Dass sie mal ausbleibt, etwa nach Alkohol oder schlechtem Schlaf, ist normal. Fehlt sie über Wochen komplett, lass das ärztlich oder urologisch abklären, denn es kann ein frühes Zeichen für Durchblutungsstörungen oder einen niedrigen Testosteronspiegel sein.