Toys & Zubehör – Was bedeutet Pranger?
Pranger
Ein Pranger ist ein Bondage-Möbel nach historischem Vorbild, ein Holzrahmen mit Aussparungen, der Kopf und Handgelenke fixiert, sodass die Person vornübergebeugt, ausgeliefert und hilflos dasteht.
Was bedeutet Pranger?
Der Pranger war in Europa bis ins 19. Jahrhundert ein Instrument öffentlicher Bestrafung, Verurteilte wurden dort zur Schau gestellt. Daher kommt die Redewendung „jemanden an den Pranger stellen“. Im Englischen unterscheidet man den Pillory für Kopf und Hände und die Stocks, die ursprünglich die Füße fixierten. In der Kink-Szene heißen aber beide Varianten oft Stocks. Heute steht der Pranger als Bondage-Möbel in Dungeons und Playrooms, zum Stehen oder Knien, meist aus Holz mit gepolsterten Aussparungen. Wer darin steckt, sieht wenig, kann die Hände nicht benutzen und nicht ausweichen, deshalb ist er beliebt für Spanking, Teasing und Demütigungsspiele.
Warum ist der Pranger im BDSM so beliebt?
Weil er das Gefühl verstärkt, ausgestellt zu sein. Der Oberkörper ist nach vorn gebeugt, Rücken und Po sind frei zugänglich, und das Gesicht ist auf der anderen Seite des Bretts, oft jemand anderem zugewandt. Diese Mischung aus Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein passt zu Spanking, Flogging, Teasing und Demütigung, immer vorher abgesprochen.
Wie benutzt man einen Pranger sicher?
Stell die Höhe so ein, dass die Person bequem stehen oder knien kann, ohne dass das Brett auf den Hals drückt. Die Öffnungen sollten gepolstert sein und so viel Luft lassen, dass ein Finger dazwischen passt. Belaste nie den Hals und prüf regelmäßig, ob die Hände kalt werden, kribbeln oder taub sind. Sorg für eine schnelle Öffnung, etwa einen Steckbolzen oder ein Schloss mit Schlüssel in Reichweite, und lass niemanden allein im Pranger. Haltet die Sessions kurz, vereinbart ein nonverbales Stoppzeichen und öffnet sofort, wenn jemandem schwindelig wird, denn wer im Stehen ohnmächtig wird, hängt sonst mit dem Hals im Brett. Kniende Varianten mit Knieschonern senken dieses Risiko.