Kink Talk – Was bedeutet Orgasmus vortäuschen?
Orgasmus vortäuschen
Orgasmus vortäuschen heißt, beim Sex so zu tun, als käme man, mit Stöhnen, Bewegungen oder Worten, meist um den Sex zu beenden, den Partner zu schonen oder Leistungsdruck zu entgehen.
Was bedeutet Orgasmus vortäuschen?
Orgasmus vortäuschen heißt, einen Höhepunkt zu spielen, den es gerade nicht gibt, mit Stöhnen, Anspannen oder einem knappen „Ich bin gekommen“. Umgangssprachlich sagt man auch „faken“. Das ist viel verbreiteter als gedacht, und zwar nicht nur bei Frauen. In einer oft zitierten US-Studie unter Studierenden gaben rund zwei Drittel der Frauen und mehr als ein Viertel der Männer an, schon einmal einen Orgasmus vorgetäuscht zu haben.
Warum täuschen Menschen einen Orgasmus vor?
Die häufigsten Gründe: Man will, dass der Sex endet, möchte den Partner nicht verletzen oder fühlt sich unter Druck, überhaupt oder rechtzeitig zu kommen. Auch Müdigkeit, Schmerzen oder fehlende Lust spielen mit. Der Haken: Dein Partner lernt, dass genau das funktioniert hat. So bleibt alles beim Alten, und was eigentlich fehlt, bleibt unsichtbar, oft mehr Stimulation der Klitoris, mehr Zeit oder ein anderes Tempo.
Wie hörst du auf zu faken und sprichst es an?
Schau nach vorn statt zurück. Ein Satz wie „Ich würde gern was Neues ausprobieren, darf ich dir zeigen, was mich wirklich zum Kommen bringt?“ funktioniert besser als ein Geständnis mitten im Sex. Wenn ihr über früheres Faken sprecht, dann ohne Vorwürfe auf beiden Seiten. Macht klar, dass Sex auch ohne Orgasmus schön sein kann und dass „Ich komme heute nicht, aber es fühlt sich toll an“ immer okay ist.