Kinks & Fetische – Was bedeutet Feederism?
Feederism
Feederism ist ein Fetisch rund ums Füttern oder Gefüttertwerden, mit den Rollen Feeder und Feedee, vom sinnlichen Füttern als Vorspiel bis zum Stuffing und, für manche, gewollter Gewichtszunahme.
Was bedeutet Feederism?
Feederism leitet sich von den englischen Rollennamen ab: Der Feeder füttert, der Feedee wird gefüttert. Gemeint ist Erregung oder emotionale Befriedigung durch Füttern, Essen und manchmal die Veränderungen des Körpers, die daraus folgen. Die Bandbreite ist groß. Für manche ist es sinnliches Füttern mit der Hand als Vorspiel. Andere lieben Stuffing, also zu essen, bis der Bauch voll und rund ist, und manche wünschen sich gezielt eine Gewichtszunahme. Die Szene überschneidet sich teils mit der Fat-Acceptance-Bewegung, wo Feederism aber auch umstritten ist.
Ist Feederism gesund?
Sinnliches Füttern und ab und zu ein üppiges Essen sind wenig riskant. Schnelle oder starke Gewichtszunahme ist etwas anderes: Sie erhöht das Risiko für Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Gelenkbeschwerden und Herzprobleme, und sehr große Mengen auf einmal können zu Übelkeit, Erbrechen oder Schlimmerem führen. Wenn Zunehmen Teil eures Spiels ist, sollte es die eigene, bewusste Entscheidung des Feedees sein, und regelmäßige Checks beim Arzt sind sinnvoll. Der Feedee kann es sich jederzeit anders überlegen, ohne Druck.
Ist Feederism eine Essstörung?
Nein, ein einvernehmlicher Fetisch ist keine Essstörung. Beides kann sich aber überschneiden, deshalb lohnt es sich, ehrlich zu sich selbst zu bleiben. Hör auf und hol dir Hilfe, wenn sich Essen zwanghaft anfühlt, Schuld oder Leid auslöst oder mit selbst herbeigeführtem Erbrechen einhergeht, oder wenn ein Partner Druck macht oder kontrolliert, was der andere isst. Ein Arzt oder eine kinkfreundliche Therapeutin hilft, Spiel und Schaden zu trennen.